Die 10 reichsten Menschen in Österreich 2025

📅 04.12.2025 📁 Finanznachrichten
Die 10 reichsten Menschen in Österreich 2025
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Österreich ist nicht nur bekannt für seine atemberaubende Landschaft, seine Kultur und seine Lebensqualität – auch wirtschaftlich spielt das Land eine bedeutende Rolle in Europa. Im Jahr 2025 dominieren vor allem Erben großer Unternehmensimperien, Unternehmer aus klassischen Industrien und diskrete Familienvermögen die Liste der reichsten Österreicherinnen und Österreicher. Hier sind die zehn reichsten Menschen des Landes – und wie sie zu ihrem Reichtum gekommen sind.

Platz 1 – Mark Mateschitz (37 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Mark Mateschitz ist der Sohn des 2022 verstorbenen Red-Bull-Gründers Dietrich Mateschitz. Nach dessen Tod übernahm Mark 49 Prozent der Red Bull GmbH. Der Erfolg des Energydrink-Giganten mit weltweit über 190 Absatzmärkten und einem massiven Engagement im Sport – von der Formel 1 bis zu Extremsportevents – macht ihn zum reichsten Österreicher. Red Bull verkauft jährlich über 12 Milliarden Dosen, was den Unternehmenswert und somit auch das Vermögen des Alleinerben weiter in die Höhe treibt.

Besonderheiten

Mark Mateschitz hat sich weitgehend aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und verwaltet seine Beteiligung über Holdingstrukturen. Er ist zudem an verschiedenen österreichischen Firmen beteiligt, darunter Immobilien- und Getränkeunternehmen. Trotz seines immensen Reichtums tritt er in der Öffentlichkeit äußerst zurückhaltend auf.

Platz 2 – Familie Porsche-Piëch (33,5 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Die Familie Porsche-Piëch kontrolliert über die Porsche Automobil Holding SE große Teile der Volkswagen AG. Damit gehört ihr faktisch ein beachtlicher Teil des größten Automobilkonzerns Europas. Das Vermögen verteilt sich auf zahlreiche Familienmitglieder, die Nachkommen von Ferdinand Porsche und Louise Piëch, der Tochter des legendären Autoingenieurs.

Besonderheiten

Die Familie investiert zunehmend in neue Sektoren wie Verteidigung, Infrastruktur und Technologie, um ihre Abhängigkeit vom Automobilmarkt zu verringern. Ihre Anteile an VW und Porsche SE bringen ihr jährlich Dividenden in Milliardenhöhe ein. Mit Sitz in Salzburg zählt sie zu den einflussreichsten Industriellenfamilien Europas.

Platz 3 – Georg Stumpf (8,8 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Der Unternehmer Georg Stumpf machte sein Vermögen mit Immobilien- und Hochtechnologieprojekten. Bereits in jungen Jahren gründete er die Stumpf Group und realisierte Großprojekte wie den Millennium Tower in Wien. Besonders lukrativ wurde seine Beteiligung am High-Tech-Unternehmen Exyte, das Reinraumlösungen für Halbleiter- und Pharmaindustrie anbietet.

Besonderheiten

Stumpf gilt als einer der diskretesten Milliardäre Österreichs. Seine Investments sind global ausgerichtet, vor allem im Bereich Technologieinfrastruktur. Der weltweite Halbleiterboom hat sein Vermögen in den letzten Jahren deutlich steigen lassen.

Platz 4 – Johann Graf (6,6 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Johann Graf ist Gründer der Novomatic AG, einem der größten Glücksspielkonzerne der Welt. Das Unternehmen wurde 1980 gegründet und produziert Spielautomaten, betreibt Casinos und bietet Online-Gaming-Dienstleistungen an. Novomatic ist in mehr als 70 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit zehntausende Mitarbeiter.

Besonderheiten

Graf ist ein Selfmade-Milliardär: Er startete als Metzgerlehrling, bevor er in den 1970er Jahren begann, Spielautomaten zu importieren. Novomatic expandierte schnell und wurde zu einem globalen Branchenführer. Trotz seines Erfolgs meidet Graf weitgehend die Öffentlichkeit.

Platz 5 – Helmut Sohmen und Familie (5,0 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Helmut Sohmen ist ein österreichischer Unternehmer mit Sitz in Hongkong. Er war jahrzehntelang Chef der BW Group, einer der größten Reedereien der Welt, die im Öl- und Rohstofftransport tätig ist. Das Unternehmen entstand aus der Fusion mehrerer asiatischer Reedereien und hat einen bedeutenden Anteil am globalen Seehandel.

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Besonderheiten

Sohmen ist ein Paradebeispiel für einen internationalen Wirtschaftspionier aus Österreich. Sein Vermögen verdankt er dem langfristigen Ausbau eines globalen Schifffahrtsimperiums. Er ist zudem in philanthropischen Projekten und Stiftungen aktiv.

Platz 6 – Familie Wlaschek (4,8 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Karl Wlaschek gründete 1953 die Supermarktkette Billa, die später Teil der REWE Group wurde. Nach dem Verkauf des Handelsunternehmens baute Wlaschek ein riesiges Immobilienimperium auf – mit Liegenschaften in Wien, Salzburg und Graz. Heute verwalten seine Nachkommen dieses Erbe.

Besonderheiten

Die Familie besitzt zahlreiche Luxusimmobilien in Österreich und ist in Stiftungen organisiert, die das Vermögen langfristig sichern. Billa war eines der ersten Selbstbedienungskonzepte Österreichs und legte damit den Grundstein für den Erfolg.

Platz 7 – Reinold Geiger (4,4 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Reinold Geiger ist der Mann hinter dem französischen Kosmetikkonzern L’Occitane en Provence. Er übernahm das damals kleine Unternehmen in den 1990er Jahren, baute es zu einer internationalen Marke aus und brachte es erfolgreich an die Börse in Hongkong. L’Occitane verkauft heute in über 100 Ländern hochwertige Naturkosmetikprodukte.

Besonderheiten

Geiger ist ein Beispiel für globales Unternehmertum mit österreichischen Wurzeln. Sein Fokus auf Nachhaltigkeit und natürliche Inhaltsstoffe hat L’Occitane weltweit beliebt gemacht. 2024 kündigte er an, das Unternehmen teilweise zu privatisieren, um flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Platz 8 – Familie Lehner (4,0 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Die Familie Lehner ist Eigentümerin des Verpackungsunternehmens ALPLA, das Kunststoff- und Recyclinglösungen für große internationale Marken produziert. Mit mehr als 23.000 Mitarbeitern und Standorten auf allen Kontinenten ist ALPLA ein global führender Anbieter in der Verpackungsindustrie.

Besonderheiten

Die Familie setzt stark auf Nachhaltigkeit und investiert in umweltfreundliche Verpackungstechnologien. Durch den weltweiten Trend zu Recycling und Kreislaufwirtschaft hat ALPLA erheblich an Wert gewonnen. Trotz des Erfolgs bleibt die Familie Lehner weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

Platz 9 – Familie Swarovski (3,9 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Die Tiroler Familie Swarovski verdankt ihr Vermögen dem gleichnamigen Kristallunternehmen, das 1895 von Daniel Swarovski gegründet wurde. Das Unternehmen ist bekannt für geschliffene Kristalle, Schmuck und Modeaccessoires und zählt zu den größten Luxusmarken Europas.

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Besonderheiten

Nach internen Streitigkeiten über die Ausrichtung des Unternehmens wurde die Führung restrukturiert. Der Fokus liegt nun stärker auf exklusiven Schmucklinien und Kooperationen mit Modemarken. Swarovski bleibt eine Ikone österreichischer Handwerkskunst und Luxusproduktion.

Platz 10 – Ingrid Flick und Familie (3,8 Milliarden Euro)

Herkunft des Vermögens

Ingrid Flick ist Erbin eines Teils des legendären deutschen Flick-Konzerns. Das Vermögen stammt ursprünglich aus Industriebeteiligungen, Stahlproduktion und später aus Finanzanlagen. Sie lebt in Kärnten und verwaltet das Familienvermögen über Beteiligungen und Immobiliengesellschaften.

Besonderheiten

Die Flick-Familie zählt zu den bekanntesten Industriellen-Dynastien Europas. Ingrid Flick engagiert sich auch kulturell und sozial, etwa im Bereich Denkmalpflege und Bildung. Ihr Vermögen basiert hauptsächlich auf passiven Beteiligungen und Immobilienwerten.

Fazit

Die Liste der reichsten Österreicher 2025 zeigt, dass sich Tradition und Innovation in Österreichs Wirtschaft eng miteinander verbinden. Während einige der größten Vermögen auf jahrzehntelange Familienimperien zurückgehen, entstehen andere durch strategische Investitionen in moderne Branchen wie Technologie, Konsum oder Nachhaltigkeit. Gemeinsam ist ihnen eines: Sie prägen die österreichische Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und sind – bewusst oder unbewusst – ein Spiegelbild der unternehmerischen Vielfalt des Landes.

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